Historic Route 66 von Chicago nach Los Angeles


Eine Hommage an die Route 66

von
Markus Kopp

Im Jahr 2026 ist die „Route 66“ 100 Jahre alt. Eine Reise auf der Route 66 ist wie eine Zeitreise 100 Jahre in die Vergangenheit, zurück zu einer Zeit der Aufbruchstimmung.
In vielen Orten entlang ihrem früheren Streckenverlauf gibt es noch Souvenirläden, Museen oder DinerCafés im 1950er Jahre Stil, die mit dieser Zeit assoziiert werden. Ebenso stehen noch ehemalige Restaurants, Tankstellen und sonstige Gebäude aus der Blütezeit entlang der Straße.
Auf dieser Site findest Du mehr als 2000 Fotos, die den Aufstieg und auch den Untergang einer der ikonischsten Straßen der USA dokumentieren.
Die Texte zur Route 66 sowie zu allen Bildern entstammen sorgfältiger Recherche im Internet sowie in offiziellen Verzeichnissen staatlicher oder halbstaatlicher Institutionen der USA.

Die Route 66 ist legendär und wohl das Symbol des amerikanischen Traumes schlechthin. Sie ist die mit Abstand berühmteste Straße Amerikas. Generationen von Reisenden romantisierten diese Fernstraße als Symbol der unbegrenzten Mobilität, Hoffnung und Freiheit der Straße. Ihre ikonische Bekanntheit wurde durch die beispiellose Menge an Musik, Büchern, Filmen und anderen Kunstformen, in denen die
Mother Road eine bedeutende Rolle spielt, noch verstärkt. Damals wie heute ist die Route 66 ein Synonym für Spaß und Abenteuer und besitzt nicht nur für Nostalgiker einen mythischen Status, der in den USA und in aller Welt seinesgleichen sucht.
Die Route 66 (eigentlich: U.S. Highway 66) wurde 1926 gebaut und bis 1938 vollständig asphaltiert. Sie war die erste durchgehende Verbindung von Chicago nach Los Angeles und für Hunderttausende der Weg in den vermeintlich Goldenen Westen. Sie unterstrich die Bedeutung des Automobils und sie verkörperte für die Amerikaner Freiheit und Mobilität.

Während des zweiten Weltkrieges pumpte die Regierung enorme Gelder in die Kriegsindustrie in Kalifornien, hauptsächlich in das Gebiet um Los Angeles. Hier und beim Straßenbau entstanden Tausende von Arbeitsplätzen. Die Straße wurde immer wichtiger, der Straßenverkehr immer mehr zur Konkurrenz zur Eisenbahn. Sie war Bindeglied zwischen dem industrialisierten Nordosten und Mittelwesten und dem bis dahin fast isolierten und schwach bevölkerten Westen.
Auch der Tourismus profitierte nach dem zweiten Weltkrieg von der Route 66: Viele Amerikaner hatten nun die Möglichkeit, in Kalifornien und dem Südwesten zu überwintern oder hier einen Urlaub zu machen. Die Route 66 wurde zu einem florierenden Highway: Tankstellen, Motels, Diners und Geschäfte schossen aus dem Boden. Viele kleine Orte, die dank der Route 66 nun an die Metropolen angeschlossen waren, entwickelten sich zu boomenden Orten. Bis dann in den 60er Jahren die Umkehr kam.

Präsident Eisenhower, angetan von deutschen Autobahnen, entschloss sich, die Route 66 durch ein vierspuriges InterstateSystem zu ersetzen. Die neuen Interstates führen entlang oder überlagern die Route 66, teilweise verlassen sie die alte Streckenführung weitläufig. Für viele Geschäfte und sogar Orte bedeutete diese Entwicklung den Ruin.

Am 27. Juni 1985 wurde die Bezeichnung „U.S. Highway 66“ von der American Association of State Highway and Transportation Officials aufgehoben. Die Route 66 verschwand bis heute komplett von der amerikanischen Landkarte.

Am 18. Februar 1987 wurde in Seligman (Arizona) der Verein „Route 66 Association of Arizona“ gegründet und Angel Delgadillo zu seinem Vorsitzenden gewählt. Ziel war es, die Route 66 wieder aufleben zu lassen, um für deren Anwohner wieder eine wirtschaftliche Lebensgrundlage zu schaffen. Da die Route 66 von Chicago bis Santa Monica durch insgesamt 8 Bundesstaaten verläuft, wurde daraufhin in jedem betroffenen Bundesstaat eine ähnliche Vereinigung gegründet.
David Knudson gründete 1994 die „National Historic Route 66 Federation“ und brachte damit die einzelnen Bundesverbände unter ein Dach. Die gemeinnützige Organisation erarbeitete sich eine Lobby im Weißen Haus und erreichte, dass im Jahr 1999 ein nationaler Gesetzesentwurf zur Erhaltung der Route 66 vom amerikanischen Kongress verabschiedet und vom damaligen Präsidenten Bill Clinton unterzeichnet wurde.

Für das Jubiläumsjahr 2026 stecken die acht Bundesstaaten, durch die die Route 66 führt, viel Geld in die Restaurierung und den Erhalt vieler Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Leuchtreklamen usw. Das Jubiläum der Route 66 wird honoriert und entsprechend gefeiert.

Das Buch zur Website bei Amazon

>>>